40 Jahre Filmclub Walsum e.V.

 

Ein Rückblick.

 

Aus Freude an bewegten Bildern gründeten 1967 einige Walsumer Schmalfilmer den Walsumer Filmclub e.V.

Unter Leitung von Willi Steinkuhl traf man sich regelmäßig im Kreise Gleichinteressierter um eigene Filme zu zeigen und zu besprechen. Die fertigen Filme sollten den Betrachtern Freude bereiten und den Autoren eine gute Kritik bringen. 

1968 wurde der Walsumer Filmclub e.V. mit der Nummer 254 Mitglied im Bund Deutscher Film - und Videoamateure e.V.  So kam man mit Filmfreunden aus der Region in

Kontakt und konnte, oft mit Erfolg, an Filmwettbewerben teilnehmen.

Im gleichen Jahr wurde Willi Vogel der neueClubleiter. Er leitete den Walsumer Filmclub e.V. mit viel Freude 6 Jahre lang.

Waren es am Anfang noch 8 Millimeter Filme die hergestellt wurden, stellten sich die Filmer Anfang der 70er Jahre auf das neue Super 8 Millimeter

Filmformat um. Diese Umstellung war für die Freunde des 8 Millimeter

Films eine wesentliche Verbesserung.

1974 stellte Willi Vogel aus gesundheitlichen Gründen sein Amt zur Verfügung und Willi Steinkuhl wurde wieder zum Clubleiter gewählt. Da die Zahl der Clubmitglieder immer größer wurde, wurden die Clubabende in der Brückenschänke aus Platzgründen in den Räumen des früheren Jugendheimes verlegt, wo das Hobby weiter ausgebaut werden

konnte.

 

So war es auch von Anfang an das Ziel, Öffentlichkeitsarbeit zu leisten.

Es gab wohl kaum ein Ereignis in Walsum, wo der Walsumer Filmclub e.V. nicht präsent war. Angefangen von der Veranstaltung Aktion Sorgenkind 1973, über die Niederrheinschau 1974 bis zum Sommerfest 1996, wo der Walsumer Filmclub e.V.

in der Mensa am Driesenbusch die Europameisterschaft Deutschland – Russland live mit einem Beamer vorführte. Der Raum war bis auf den letzten Platz besetzt.

Deutschland gewann mit 2:0

Auch über Walsums Grenzen hinaus betätigte sich der Filmclub, sei es beim Fest in der Walsumer City, bei den Internationalen Duisburger Amateur Filmtagen ( IDAF ), oder im Landschaftspark Nord, wo sich der Filmclub repräsentierte.

Doch die meiste Resonanz brachte das 10-jährige Bestehen des Filmclubs 1977 in der Stadthalle in Walsum. Sowohl in Walsum und Umgebung, als auch im Bund Deutscher Film – und Videoamateure e.V. ( BDFA ).

In einer Filmschau in der Stadthalle zeigten der Filmclub und benachbarte Clubs ihre Filmstreifen. Eine Woche später lud der Filmclub zu einem Galaabend mit Rene Carol, dem Showochester Equilis in der Stadthalle viele Walsumer Vereine ein.

Vor vielen Ehrengästen aus Stadt und BDFA wurde der Film „ Zwei, die auszogen das Filmen zu lernen“ uraufgeführt. Anschließend wurde noch richtig gefeiert, ca. 500

Gäste tanzten bis in den frühen Morgen. 

     

Doch die Clubräume im Jugendheim, wo man sein Hobby ausüben konnte, wurden dem Filmclub gekündigt.  Die Räume des Hauses wurden für andere Aufgaben gebraucht und so musste der Walsumer Filmclub e.V. erneut umziehen.

Es sollte nicht der letzte Umzug sein. Es wurde ein Raum im Dachgeschoß der VHS Schule Walsum Schulstraße 7 angemietet. Da die Zahl der Mitglieder sich auf zwanzig einpendelte, wurde dieser Raum für den Filmclub bald zu klein. Es wurde nach größeren Räumen gesucht, doch es sollte noch ein paar Jahre dauern.

1994 stellte Willi Steinkuhl sein Amt als Clubleiter zur Verfügung. Michael Tings wurde neuer Clubleiter.

Der Clubraum wurde umgebaut. Neue Geräte wurden angeschafft, denn die Videozeit

nahm ihren Lauf. Video war das neue Thema. Auch der Walsumer Filmclub e.V. änderte 1988 seinen Namen, er hieß jetzt Walsumer Schmalfilm-und Videoamateure e.V.

Wenn auch manches Mitglied den Schmalfilm nach trauerte, so führte der Club doch schon 1983 einen Videoinformationsabend für alle Interessierten in der Stadthalle in Walsum durch. Natürlich stellte der Club auch Gemeinschaftsfilme her.

Der Film „ Walsum einst und jetzt “ wurde 1974 uraufgeführt.

Auch wurden Veranstaltungen von Vereinen, wie Kolping, Schützenverein, Werbegemeinschaft usw von den Clubmitgliedern mit der neuen Videotechnik gefilmt und dann bearbeitet.

Für Eintracht Duisburg drehte der Club 1982 einen Film über den Duisburger Stadtmarathon.

1980 wurde der Club vom BDFA und Deutschen Sportbund auserwählt, einen Film über den TV Wanheimerort, der sein 100 jähriges Bestehen feierte, anzufertigen.

Der Film  „ kommt, macht alle mit “, so hieß der Titel, wurde mit dem dritten Platz der Ausschreibung belohnt.

1974 wurde der erste Clubwettbewerb in der Brückenschänke durchgeführt. Die Wettbewerbe der 80ziger Jahre in den Musikräumen der Stadthalle waren immer ein gut gelungenes Fest, mit über Hundert Zuschauern.

Der Club schickte seine Filme auch zu Landeswettbewerben und führte selber drei Landeswettbewerbe des BDFA in der Stadthalle Walsum durch. 1979, 1983 und 1994.

Von 1980 bis 1985 wurde gemeinsam mit dem Bezirksamt Walsum der Wettbewerb „ Kamerafilm“ eröffnet. Der Teilnehmer musste einen entwickelten, nicht geschnittenen Super - 8 Film einreichen, der dann beurteilt wurde. Mit der Verbreitung von Video lief dieser Wettbewerb aus.

 

Auch die Geselligkeit im Club kam nicht zu kurz.

So trafen sich die Clubmitgliedern in der Brückenschänke, in Schottek‘s Garten, im Anita Thyssen-Heim, im Schloßpark Oberhausen, im Revierpark Mattlerbusch und in Krudenburg.

Mehrere Male zog es den Club in die Jugendherberge Ratingen und Nettetal, wo sie ihre Feste frei gestalten konnten.   Auch besichtigte der Club die Glockenstadt Gescher, den Flughafen Düsseldorf, den WDR Köln und den Fischmarkt in Hamburg.

 

1992 wurde ein neuer Wettbewerb in Walsum eröffnet. In Zusammenarbeit mit dem Walsumer Schmalfilm-und Videoamateuren e.V. Club und dem Bezirksamt Walsum

wurde „ NRW-Mein Land“ ins Leben gerufen. Jeder konnte seinen Film, der in NRW gedreht wurde, einreichen. Die Filme wurden in der Stadthalle Walsum öffentlich gezeigt, beurteilt und mit Preisen prämiert. Die Preise bestanden aus einem Wanderpokal, mehrere kleine Pokale und Sachpreisen. Die Wettbewerbe waren immer gut besucht.

1999 war ein bewegtes Jahr für den Club. Erst wurde der Name Walsumer Schmalfilm - und Videoamateure e.V. Club in Filmclub Walsum umbenannt. Dann wurde durch eine außerordentlichen Mitgliederversammlung ein neuer Vorstand gewählt.

Michael Tings trat als erster Vorsitzender zurück. Erster Vorsitzender wurde Rolf Pischke.

Auch das Digitalzeitalter ging an dem Filmclub Walsum e.V. nicht vorbei.

Alles sprach jetzt von Mini DV, DVD. Digitales Schnittsystem und DVD brennen.

Es wurde ein Digitales Schnittsystem angeschafft. Jetzt wurde der Samstag als Übungstag eingeführt. Der Meidericher Bürgerverein führte mit dem

Filmclub Walsum e.V. mehrere Gespräche für die Produktion eines Dokumentarfilms über den Duisburger Stadtteil Meiderich durch. Nach wochenlangen Vorbereitungen ging es endlich los. Mehrere Clubmitglieder stellten sich zur Verfügung, um an verschiedenen Standorten Filmaufnahmen zu machen Das gesamte Rohmaterial wurde dann von den Mitgliedern Rolf Pischke, Detlef Schütz und Karl-Heinz Stickdorn bearbeitet.

Im Juni 1999 war eine dringende Renovierung des Clubraumes angesagt. Neue Farbe musste her. Mit reger Beteiligung wurde der Clubraum umgebaut und gestrichen.

In den Monaten Oktober und November 1999 entwickelte der Filmclub wieder verstärkte Aktivitäten. Das 25 jährige Jubiläum der Walsumer Stadthalle stand an. Der Filmclub bekam den Auftrag von der Stadt Duisburg, dem Kulturamt und dem Bezirksamt

Walsum, einen Videofilm über dieses Ereignis zu produzieren. Verschiedene Veranstaltungen wurden von den Clubmitgliedern gefilmt und dann von Rolf Pischke,

Karl Heinz Stickdorn und Detlef Schütz bearbeitet und fertiggestellt.

In der knappen Zeit wurde auch noch das Binnenschifffahrtsmuseum in der ehemaligen Badeanstalt  in Duisburg-Laar besichtigt.

Auch wurde der Filmclub von Werner Krüskemper eingeladen, den Sicherheitsbereich vom Düsseldorfer Flughafen zu besichtigen.

Es war ein interessanter Nachmittag. 

 

 

Die nächsten Jahre waren sehr turbulent. Die Filme Duisburg-Meiderich und das 25 jährige Jubiläum der Stadthalle Duisburg Walsum wurden fertiggestellt.

Dann musste der Filmclub wieder umziehen. Die Räume wurden zu klein, denn die Mitgliederzahl wurde größer. Auch das viele Treppensteigen, die Clubräume lagen in der 4 Etage der VHS Schule, wurde für viele ältere Mitglieder immer Schwieriger.

Der Filmclub bekam 2 Räume im Ausbildungszentrum RAG Schacht Walsum zugeteilt.

Die Räume waren groß und die Fenster spendeten viel Licht.

Die Clubmitglieder richteten die Räume freundlich ein, und die Clubabende waren nicht mehr so beengt, man hatte wieder richtig Platz.

2004 wurde ein neuer Vorsitzender gewählt.

Rolf Pischke trat mit sofortiger Wirkung als 1.Vorsitzender zurück.

Mit Mehrheit wurde Werner Krüskemper zum 1. Vorsitzenden gewählt. In den letzten Jahren wurde die Clubarbeit etwas zurückgestellt. Mehrere Clubmitglieder hatten eigene Projekte angenommen.

Dann trat der 1. Vorsitzende Werner Krüskemper aus gesundheitlichen Gründen zurück.

Es musste neu gewählt werden.

Heinz Schäfer stellte sich zur Wahl. Er wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Auch Clubarbeit war wieder angesagt. Die Betriebs- und Barbarafeier von Schacht Walsum wurde von mehreren Mitgliedern auf Video aufgenommen, und dann bearbeitet.

Samstags wurde wieder als Treffpunkt für Interessierte der Videotechnik gewählt. 

Auch wurde ein Wochenende im Sommer als Grillabend genutzt.

Es war gut vorbereitet und alle hatten ihren Spaß. 2005 kam das Aus für die Clubräume.

Das Ausbildungszentrum RAG sollte abgerissen werden. Die Bagger standen schon vor der Tür. Es war geplant, ein neues Kohlekraftwerk auf diesem Gelände zu errichten.

Da der Filmclub gute Kontakte zum Schacht Walsum hat, bekam der Filmclub 2 Räume im Bürogebäude auf dem Gelände des Schacht Walsum zugeteilt. Aber richtig Freude kam nicht auf, denn die Schließung von Schacht Walsum 2008 steht schon fest.

Wo der Filmclub Walsum nach 2008 seine Clubräume hat, steht noch nicht fest. Es werden noch Verhandlungen geführt.

 

So, dass waren 40 Jahre Rückblick

                                                                          Ds  © 2007

 

 

 

 

 

   

 

 

 

 

 

 

 

          

 

Hubbrücke Walsum

 

Filmclub Walsum-Wacker e.V.

 

 

 

 

 

Mitglied im Filmverband Nordrhein-Westfalen und im

Bundesverband Deutscher Film-Autoren e. V. (BDFA)

 

 

 

 

40 Jahre Filmclub Walsum-Wacker e.V.

 

Am 16. Juni 2007 feierten wir unser 40 jähriges Bestehen in den Räumen des Bürgerschützenvereins Walsum Aldenrade.

 

Nach der Begrüßung der Gäste durch den 1. Vorsitzenden Heinz R. Schäfer, gratulierte der Bezirksvorsteher Heinz Plückelmann den anwesenden Clubmitgliedern.

Den Grußworten des Bezirksvorstehers schlossen sich neben den Vertretern des Stadtsportbundes,  MGV Aldenrade und Heimatverein Walsum auch unsere Filmfreunde des benachbarten Clubs aus Dinslaken an.

 

Aufgelockert durch ein buntes Programm mit Tanzdarbietungen der  Turnabteilung des MSV

und dem Programm zweier Kunstradfahrer des Rad-Motor-Sportvereins Hochheide,  begleitete uns der Entertainer Reinhard Bartneck mit seiner Sunshine Music durch den Abend.

Nach einem reichhaltigen Buffet durften wir als Hauptattraktion des Programms den, aus Rundfunk und Fernsehen, bekannten Duisburger Kabarettisten Wolfgang Trepper begrüßen. In einem gut einstündigen Programm, in dem er uns von den Tücken des Lebens mit seiner Freundin und über den Sinn und Unsinn in deutschen Schlagertexten berichtete, brachte er unsere Bauchmuskeln derart  zum Beben, dass wir ihn nicht ohne eine angemessene Zugabe von der Bühne ließen.

Mit Tanz und dem Vortrag des Steigerliedes durch anwesende Gäste, Bergleute und Grubenwehrmänner des Schacht Walsum, feierten wir noch bis in die frühen Morgenstunden.

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